Dienstag, 5. Juli 2016

Welt Online: Aus einem misshandelten Jungen wird ein misshandeltes Mädchen

Vorbemerkungen:
Bei Welt Online wurde heute über Suzanne Vega berichtet, die mit Lied "luka" einen Welthit landete. Es geht um einen Jungen, der in der Familie misshandelt wird. Die Welt machte ein Mädchen aus Luka. Ich wies darauf hin, dass die Sängerin selbst von einem geprügelten Jungen zu dem Lied inspiriert wurde. Luka wurde zum Kind. Den grammatikalischen Fehlern in dem Artikel (http://www.welt.de/vermischtes/article156754226/New-York-ist-besessener-vom-Geld-als-je-zuvor) sieht man das Geschlecht aber noch an. Ich wies darauf hin, dass es sich nur um die halbe Wahrheit handelt. Dieser Kommentar wurde nicht mehr zugelassen.
Zensierter Beitrag:
"Liebe Welt-Redaktion! Vielen Dank für das Verbessern des Fehlers. Es steht an der fraglichen Stelle nun nicht mehr geschlagenes Mädchen, sondern geschlagenes Kind. Es ist aber nun einmal ein Junge. Es fällt schon sehr auf wie oft in Zeitungen, nicht nur der WELT, das Geschlecht von misshandelten Kindern unkenntlich gemacht wird, wenn es nicht zu verbergen ist, dass nicht nur Mädchen betroffen sind. Ich habe in meinem ersten Kommentar glaube ich deutlich gemacht, warum es (nicht nur mir) wichtig ist, das Geschlecht auch dann nicht zu verschweigen, wenn das Opfer ein Junge ist.

Und NEIN, ich glaube nicht dass die Änderung von Mädchen zu Kind ein Versehen war, weil in der deutschen Wikipedia-Seite zu "Luka" im Abstract nur das Wort Kind steht. Weiter unten im Text steht ein Zitat von Vega, in dem sie das Geschlecht des Kindes eindeutig angibt.

Auf der englischen Wikipedia-Seite wird auf ein Interview auf http://opinionator.blogs.nytimes.com/2008/06/18/surviving-the-hits/ verlinkt, aus  dem ich folgende Passage zu Luka zitiere:

"It was my manager at
the time, Ron Fierstein, who plucked ”Luka” out. “Is that song about
what I think it’s about?” he asked one day in the back of Folk City. My
memory of that conversation goes something like this:

“I don’t know,” I said. “What do you think it’s about?”

“Unless I am mistaken it seems to be from the point of view of a child who is abused.”

“That’s right. A 9-year-old boy named Luka.”

“Where did you get the name from?”

“A 9-year-old boy who
lives in my building. Who is not abused, by the way. I like the name
Luka, it’s universal. It could be a girl or boy and it could be any
nationality.”

“Well, I think that song could be a hit.” he said. Here I hooted at him.

“What are you talking
about? Nobody wants to hear about child abuse. Nobody asks for that
song. They want ‘Gypsy’ or ‘The Queen and the Soldier.’”

“It’s a song about a
social issue. Songs about social issues are important. We don’t have
enough of them now. This generation needs to have more.” This was in
1985."

Immer wird allerorten behauptet, dass viel zu wenig für den Opferschutz getan wird. Das stimmt. Und eine Reihe Journalisten arbeitet mit daran, dass das so bleibt."

Mit freundlichen Grüßen

Montag, 13. Juni 2016

bento: "Das soll im neuen Sexualstrafrecht stehen"

Vorzensur

 bento: "Das soll im neuen Sexualstrafrecht stehen"

Zensierter Beitrag (zur Debatte von Falschbeschuldigung):

Die Wikipedia wird von Feministen kontrolliert (1) und es ist eine beliebte Strategie von FeministInnen, die Rechts- oder Nazikeule gegen Feminismuskritiker zu schwingen (2). Arne Hoffmann jedenfalls ist linksliberal positioniert, wofür er aus dem rechten Rand der Männerbewegung auch regelmäßig angefeindet wird.

Zu (1) siehe bspw. hier:

http://arnehoffmann.blogspot.de/2012/11/politische-manipulation-in-der.html
 Zu (2) siehe hier:

http://man-tau.blogspot.de/2013/09/rechte-kerle-rosenbrock-gesterkamp.html

Inwiefern ist es einfacher, einer Frau eine Lüge nachzuweisen, als eine Vergewaltigung? Sind die Gefängnisse etwa voll von Falschbeschuldigerinnen? Sorry, aber kaum eine Frau geht für so eine existenvernichtende Lüge in den Knast.

Übrigens wird das Mittel der Falschbeschuldigung gerne von der Lügenrechte angewandt, um Stimmung gegen Migranten zu machen, siehe hier ich dazu:

http://der-juengling.blogspot.de/2016/05/fluchtlinge-falschbeschuldigung.html

Montag, 21. März 2016

Man-Tau: "Wie ich einmal versuchte, beim Spiegel zu kommentieren"

Der von mir sehr geschätzte Blogger Schoppe hat versucht, zum Lohnlügen-Tag bei Spiegel-Online einen Kommentar zu hinterlassen. Da ich nicht seine Erlaubnis habe, zitiere ich hier nur den ersten Absatz:
„Es hat wenig Sinn, Entscheidungen auf dem Arbeitsmarkt unabhängig von Entscheidungen in Partnerschaft und Familie zu betrachten. Die Erwartung an Männer, Familienversorger zu sein, ist nach wie vor groß (laut einer Studie von Jutta Allmendinger erwarten über 70 Prozent junger Frauen von einem Partner, dass er reich sei). Männer bereiten sich auf diese Rolle entsprechend schon vor einer Familiengründung vor: Die Teilzeitquote bei kinderlosen Frauen ist fast vier Mal so hoch wie die von kinderlosen Männern. Nach der Geburt eines Kindes arbeiten Männer mehr als zuvor, Frauen weniger im Beruf.
 Der vollständige, zensierte Kommentar findet sich hier: Wie ich vergeblich versuchte, am “Equal Pay Day” dazwischenzureden.

Ich würde Sie bitten: Wenn Sie den zensierten Text lesen, stellen Sie sich die Frage, was eine Zensur hier rechtfertigen würde. Beinhaltet er Rassismus, Sexismus? Ist er vulgär? Werden inakzeptable Gewalt- oder Morddrohungen ausgesprochen? Verstößt er gegen geltendes Recht, wie zum Beispiel die Holocaust-Leugnung?

All das trifft nicht. Stattdessen beinhaltet der zensierte Text eine klare Argumentation zum Stichwort scheinbarer "Lohndiskriminierung".

Spiegel Online verfolgt eine Politik, und in dem Rahmen dieser Politik, betrügt und belügt SPON seine Leser. Dazu gehört, dass Kommentare, die dieser Politik zuwieder laufen, zensiert werden, auch wenn sie nichts beinhalten, was eine Zensur rechtfertigen würde. Mit etwas Glück könnte es aber dazu kommen, dass sich die Menschen von einem Medium abwenden, welches ihnen ins Gesicht lügt. Denn rund drei Viertel hängen der Überzeugung an, dass es keine Lohndiskriminierung bei gleicher Arbeit gibt - womit sie richtig liegen.

Samstag, 5. März 2016

Faktenfehler in der "Welt" zu Vergewaltigungsvorwürfen

Mehr als zwei Monate vor dem Erscheinen des Artikels des
WELT-Journalisten Lukas Hermsmeier [1] äußerte sich der beschuldigte
James Deen ausführlich zu den Vergewaltigungsvorwürfen [2]. Im
WELT-Artikel heißt es jedoch, er äußere sich nicht dazu. Dadurch
entsteht ein tendenziöses Bild (wie auch Twister hier beschreibt) zum
Vorteil der Frauen und zum Nachteil des Mannes.
Laut dem Kommentar wurde der Fehler auch nicht nach Mail-Hinweisen und korrigierenden Kommentaren behoben. Stattdessen seien die Mails ignoriert und die Kommentare zensiert worden, wie aus einem nachfolgenden Kommentar hervorgeht. Zum Verständnis beachte man den Artikel "Die ganz alltägliche Auslassung".

Sollte das zutreffen, haben wir eine bewusste (!) Fehlinformation und damit -manipulation der Leser vorliegen, und sowas ist für eine große Zeitung nichts weniger als ein Skandal... oder Alltag?

[Nachtrag] Die Geschichte hat ein Nachspiel, die Autorin bleibt dran und hakt nach:

Richtigstellung? Nein, danke!

Donnerstag, 18. Februar 2016

WELT: "Karen Duve im Gespräch"

Artikel: Welt.de: "Karen Duve im Gespräch"

-Vorzensur-

Zensierter Beitrag:

Das Erbärmliche an solchen Feministinnen ist, dass sie sich für mutige und kluge Vordenker halten, in Wirklichkeit aber nur wiederkäuen, was seit langem zum Allgemeingut zählt. Die Idee, dass Frauen "bessere Menschen" sind, dass die Männer hingegen im Umkehrschluss ein Übel für die Menschheit, kommt weder von Duve noch von Feministinnen, sondern hat bereits Jahrhunderte auf den Buckel, sprich hier wird wieder mal etwas aufgewärmt, dessen Verwesungsgestank bereits in den Himmel reicht. Ich empfehle hierzu "Das unmoralische Geschlecht" von Christoph Kucklick, Kostprobe:

http://www.zeit.de/2012/16/DOS-Maenner

Es ist so, dass Frauen in Machtpositionen keinen Deut besser oder schlechter handeln als jeder Mann. Das scheint auch Duve irgendwo zu ahnen, sie hält aber lieber an ihrem simplen Feindbild fest, in welchen Arier und Juden, äh nein, Frauen und Männer einander gegenüberstehen: Hier gut, da böse. Dass so ein primitives Weltbild überhaupt ernsthaft diskutiert wird, liegt daran, dass wie unter einer medialen Käseglocke leben, in welcher weibliche Täter und männliche Opfer unsichtbar gemacht werden, wohingegen weibliche Opfer und männliche Täter betont werden - daran hat auch die "Welt" ihren Anteil. Beispiel hierzu: Boko Haram. Als diese Terrorgruppe Jungen bei lebendigen Leib verbrannte, war das kaum einem Qualitätsmedium auch nur eine Randbemerkung wert (Unsichtbarmachung männlicher Opfer). Als dann aber dieselbe Terrorgruppe Mädchen entführte, führte dies zu einem internationalen Aufschrei bis hin ins weiße Haus (Betonung weiblicher Opfer). Männliches Leben ist einfach weniger wert, wie man auch der allgemeinen Floskel entnehmen kann, wonach sich unter 100 Opfern eines Unglücks auch "Frauen und Kinder" fanden, so als ob die Tragödie weniger tragisch wäre, wenn allein Männer gestorben wären.

Zu Personen wie Karen Duve lässt sich allein die ehemalige feministische Ikone Doris Lessing zitieren:

"Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun."

Donnerstag, 26. November 2015

Frankfurter Rundschau: "Jede dritte Frau mit Gewalterfahrung"

Artikel: "Jede dritte Frau mit Gewalterfahrung"

Dazu auf Genderama:
Bemerkenswert bleibt der sexistische Umgang unserer Leitmedien mit diesem Thema. So schreibt mir einer meiner Leser, dass er, wenn immer er in Kommentaren unter diesem Artikel von Melanie Reinsch in der Frankfurter Rundschau Links postet, die auf die hunderte von Studien über die Gleichverteilung der häuslichen Gewalt unter den Geschlechtern hinweisen, diese Kommentare von der Redaktion augenblicklich gelöscht werde. Das führt in der Kommentarspalte natürlich zu einer verzerrten Diskussion, wo komplett uninformierte Leute jemanden, der wirklich Bescheid weiß, als Vollidioten darstellen können.

Auf diese Weise tut Bascha Mikas Frankfurter Rundschau nach außen hin so, als ob sie gegen häusliche Gewalt wäre, während sie mit solchen einseitigen Darstellungen in Wirklichkeit Vollgas gibt, um häusliche Gewalt aufrechtzuerhalten. 

Sonntag, 13. September 2015

Gendertalk bei "Hart aber Fair"

Die Sendung "Nieder mit den Ampelmännchen" war ein absolutes Ausnahmeformat. Denn anders als sonst üblich galt hier Feminismus bzw. Gender nicht als Heiligtum, an welchem keine Kritik gestattet ist, sondern welche sowohl durch die Gäste als auch durch die redaktionellen Einspieler auf's Korn genommen wurde.


Das hatte Folgen. Die feministische Lobby - solche Kritik in ihrer Filter-Bubble nicht gewohnt - lief Sturm und erreichte tatsächlich, dass die Majestätsbeleidigung frauenfeindliche Unverschämtheit zensiert wurde:


Sehr schön. Selbst die "Bild" berichtete, dazu noch auf der Titelseite, und blieb damit auch nicht allein. Daraus entspann sich eine heftige Debatte, die Sendung wurde wieder online gestellt und mit denselben Gästen zum selben Thema wiederholt. Nur dass diesmal noch der WDR-Chef und eine weitere Berufsfeministin mit dabei war. Ein zusätzlicher Gender-Kritiker - man denke bspw. an Prof. Günter Buchholz - hingegen fehlte.
 

Gleich zu Beginn streute Plasberg erstmal Asche auf das eigene Haupt. Informiert wurde darüber, dass den WDR ein Proteststurm erreichte, so hieß es unter anderem vernichtend: "Frauenfeindlich". Gut, dass feminismuskritisch und "frauenfeindlich" für Feministinnen ein- und dasselbe sind, weiß man ja. Feministinnen nehmen für sich Anspruch, im Namen der Frauen zu sprechen, soweit sie nicht zufällig Thomalla oder Kelle heißen.

Die Berufsfeministin packte dann auch ganz harte Keulen aus: "Hart aber Fair" habe gegen seinen "verfassungemäßen" Auftrag verstoßen, nämlich u.a. Artikel 3 GG, der vorschreibt, dass niemand aufgrund seines Geschlechtes benachteiligt werden darf. Was davon zu halten ist, zeigt sich sehr schön, wenn man sich einfach mal anschaut, wie mit Menschen umgesprungen wird, die sich für die Menschenrechte von Jungen und Männern einsetzen, zum Beispiel in der Sendung des öffentlichen Rundfunks "Maskuline Muskelspiele", wozu Schoppe kommentiert:
Das Problem der Sendung ist allerdings, dass sie sich für Breivik eigentlich kaum interessiert, sondern dass sie die Massenmorde lediglich als Aufhänger benutzt, um einen Einsatz für Männer- und Jungenrechte zu diskreditieren.
Eben, Männerrechtler dürfen mit Massenmördern in einen Topf geworfen werden, ohne dass sich eine Berufsfeministin findet, die daran etwas auszusetzen hat: Gleichberechtigung ist eine Einbahnstraße nur für Frauen, nicht nur hier, sondern in der Politik wie Gender-Mainstreaming generell. Ein weiteres, jüngeres Beispiel für die Feminismuslastigkeit des Staatsrundfunks findet sich auf Genderama kommentiert.

 Im Folgenden zeigte man, dass man seine Lektion gelernt hatte: Jetzt war man von Seiten der Redaktion voll des Lobes für Gender. So zeigte man mehrere Beispiele, wo Gender sinnvoll angewandt wurde - für Frauen, und nur für diese. Ein Beispiel: Ein Frauennachttaxi, was angesichts der Sachlage, wonach Männer im öffentlichen Bereich stärker gefährdet sind, Opfer von Gewalt zu werden, doch Fragen aufwirft. Es zeigte sich also, dass nicht zutrifft, was u.a. Hofreiter anführte, nämlich dass man beide Geschlechter im Rahmen des Gender-Mainstreaming im Blick hätte. Dieses Monsterprogramm ist nichts anderes als eine weitere große Schiene der Frauenförderung und -bevorzugung.

 Interessant wurde es aber, als Sophia Thomalla ins feministisch-korrekte Kreuzfeuer geriet:


Solch eine geballte Frauenfeindlichkeit, in welcher Thomalla auf gut Deutsch als "dummes Blondchen" hingestellt wurde, u.a. durch die Berufsfeministin, hat man im Fernsehen lange nicht mehr gesehen. Jetzt steht Frau Thomalla aber für einen Typ Frauen, die mit der ganzen feministischen Hysterie, wonach man sich als Frau direkt im Überlebenskampf befindet, wenn man vor die Tür tritt, nichts anzufangen weiß. Und als solche ist ihre Meinung, wonach sie mit Typen, die ihr dumm kommen, selbst fertig wird, gerechtfertigt als Kontra-Punkt zur feministischen Position, die das alltägliche Übel der sexuellen Belästigung beschwört.

Zum krönenden Abschluss dann der Fakten-Check. Hier wird nicht mehr diskutiert und gestritten, hier wird die Wahrheit verkündet. Zur Frage nach Feminismus und dem Sinn oder Unsinn von Gender wurde hier eine Berufsfeministin, eine Genderistin, berufen, das letzte, gültige Urteil zu treffen. Na dann...